Die Vollmacht

Grundlage anwaltlichen Handelns


Bei jeder Tätigkeit nach außen, das heißt bei jedem Kontakt mit Dritten oder mit dem Gericht werden wir für Sie tätig. Die Grundlage dieser Tätigkeit ist eine Vollmacht. Zwar kann diese Vollmacht auch mündlich erteilt werden. Um gegenüber Dritten, gegenüber Behörden und Gerichten unsere "Vollmacht" nachweisen zu können, werden wir Sie zu Beginn des Mandats jedoch bitten, uns eine entsprechende, schriftliche Vollmacht zu unterzeichnen. Nicht zuletzt ist die Unterzeichnung der Vollmacht auch für den Mandanten und für uns ein Akt, der die Mandatsübertragung bestätigt.

Wir sind also auf diese schriftliche Vollmacht angewiesen. Je nach Inhalt der an uns herangetragenen Angelegenheit werden wir Sie bitten, uns ein, zwei oder auch noch weitere Exemplare zu unterzeichnen. Dies hat den Zweck, daß im Falle des notwendigen Versandes von Originalvollmachten - dies ist beispielsweise bei Kündigungen zwingend erforderlich - ein Originalexemplar in unserer Handakte verbleibt.

In der Regel verwenden wir die sogenannten Einheitsvollmachten, die wir im Berufsbedarf der Anwälte, der Hans-Soldan GmbH beziehen. Nachfolgend haben wir ein derartiges Exemplar abgebildet.

Der Text ist so umfangreich geraten, damit er die meisten, gängigen Fallkonstellationen abdeckt. Einerseits braucht man somit nicht mit einer Vielzahl von Formularen umzugehen, umgekehrt läßt sich beim Beginn eines Mandates häufig nicht abschätzen, welche Tätigkeiten im fortlaufenden Verfahren erforderlich werden. So ersparen wir Ihnen und uns erheblichen Aufwand, indem uns das Formular im Außenverhältnis, also gegenüber Dritten, Behörden und Gerichten sehr weitgehend legitimiert.

Vollmachtsformular
(am Bildschirm ausfüllbares PDF)
Merkblatt "Zusammenarbeit"
(am Bildschirm ausfüllbares PDF)
Im Innenverhältnis, das heißt im Verhältnis zu Ihnen, dürfen wir selbstverständlich nur entsprechend Ihren Weisungen und entsprechend Ihren Interessen von dieser Vollmacht Gebrauch machen. Ein Anwalt, der diesen Weg verläßt, kann nicht nur standesrechtlich belangt werden, sondern macht sich unter Umständen auch strafbar - und in dieser Beziehung nehmen die Gerichte es sehr genau.

Es gibt allerdings auch Geschäfte, die mit der Vollmacht nicht erledigt werden können. Insbesondere im Grundstücks- und Gesellschaftsrecht gibt es eine Vielzahl von Geschäften, die eine notarielle Beurkundung voraussetzen. In der Regel muß dann auch die Bevollmächtigung in notarieller Form erfolgen. Ein Kuriosum am Rande: Ihre Post würde uns auch nicht ausgehändigt, weil dafür eine spezielle "Postempfangsvollmacht" erforderlich ist.

Bei der Beendigung des Mandats erlischt die Vollmacht, da sie nur auf das Mandat bezogen ausgestellt wurde. In der Regel nehmen wir die Vollmachten mit zu den Akten und verwahren sie im Archiv. Auf Wunsch können wir Ihnen die unterschriebenen Originalvollmachten aber auch gerne zurücksenden.